Datenschutz verstehen. Technik beherrschen. Verantwortung übernehmen.

Miro Berbig
Behördlicher Datenschutzbeauftragter der Stadt Norderstedt, IT-Praktiker und Verfechter eines Datenschutzes, der nicht nur auf dem Papier funktioniert.
Datenschutz ist für mich mehr als das Einhalten gesetzlicher Vorschriften. Er schützt Menschen, schafft Vertrauen und muss in technischen und organisatorischen Abläufen tatsächlich funktionieren.
Mein Weg zum Datenschutz
Nach vier Jahren bei der Marine und einem langjährigen Chemiestudium in Hamburg führte mich mein beruflicher Weg Mitte der 1990er-Jahre in die Informationstechnik. Seit 1997 beschäftige ich mich professionell mit IT-Infrastrukturen, Netzwerken, betrieblichen Anwendungssystemen sowie der Einführung und Absicherung digitaler Prozesse.
Als IT-Consultant, Administrator, Trainer und Projektmanager habe ich Unternehmen unterschiedlicher Branchen begleitet. Dabei habe ich gelernt, dass gute technische Konzepte nur dann überzeugen, wenn sie im Alltag zuverlässig funktionieren.
Mit der Datenschutz-Grundverordnung rückte ab 2018 der Datenschutz zunehmend in den Mittelpunkt meiner Tätigkeit. Nach fachlichen Fortbildungen und der Zertifizierung zum Datenschutzbeauftragten war ich zunächst als externer Datenschutzbeauftragter tätig. Heute arbeite ich als behördlicher Datenschutzbeauftragter der Stadt Norderstedt.
Datenschutz braucht mehr als Paragrafen
Eine juristisch zutreffende Regelung kann an der Praxis vorbeigehen. Wer personenbezogene Daten wirksam schützen will, muss deshalb auch verstehen, wie IT-Systeme arbeiten, welche organisatorischen Abhängigkeiten bestehen und warum improvisierte Lösungen im Alltag entstehen.
Mein Ansatz verbindet Datenschutzrecht, Informationssicherheit und Lebenswirklichkeit. Ich möchte Lösungen entwickeln, die rechtlich belastbar, technisch nachvollziehbar und organisatorisch umsetzbar sind.
Guter Datenschutz entsteht dort, wo Recht, Technik und Organisation zusammenkommen.
Fachliche Schwerpunkte
- Datenschutzrecht: DS-GVO, Landesdatenschutzrecht und bereichsspezifische Regelungen für die öffentliche Verwaltung.
- Datenschutzmanagement: Verzeichnisse von Verarbeitungstätigkeiten, Datenschutz-Folgenabschätzungen, Prozesse und Regelwerke.
- Technischer Datenschutz: Berechtigungskonzepte, Protokollierung, Löschung, Netzwerksicherheit sowie technische und organisatorische Maßnahmen.
- Künstliche Intelligenz: KI-Verordnung, datenschutzkonforme KI-Nutzung, Risikobewertung und KI-Governance.
- IT-Forensik und Sicherheitsanalyse: Untersuchung technischer Zusammenhänge und Bewertung von Sicherheitsrisiken.
- Beratung und Schulung: Praxisgerechte Vermittlung komplexer rechtlicher und technischer Inhalte.
Qualifikationen und Zertifizierungen
Meine datenschutzrechtliche Qualifikation habe ich durch Fortbildungen und Prüfungen bei der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e. V. (GDD) erworben und weiterentwickelt. Die Zertifizierung zum Datenschutzbeauftragten erfolgte 2018. Fachgesellschaften und Austausch
Fachlicher Austausch und kontinuierliche Fortbildung gehören für mich zu einer verantwortungsvollen Datenschutzpraxis. Nachgewiesene Mitgliedschaften aus meinen Unterlagen sind die GDD und die Hamburger Datenschutzgesellschaft (HDG).

Auch außerhalb des Datenschutzes
Ehrenamtliches Engagement und Kultur sind mein Ausgleichssport.
Mir liegen besonders die Organisation von Bluesrockkonzerten im Blueswerk Norderstedt e. V. und bei den Hamburg Blues Nights im Sasel-Haus sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern am Herzen.
Als Norddeutscher mag ich klare Worte und trockenen Humor. Der höchste Berg, den ich wirklich mag, ist der Deich.
Warum NoDSB?
NoDSB ist mein eigenständiges Fachprojekt. Hier möchte ich Datenschutz, Informationssicherheit und digitale Verantwortung verständlich, sorgfältig und praxisnah vermitteln – mit Einordnungen, Arbeitshilfen und einer wachsenden Fachbibliothek.